Die Hefezelle: ein kleiner, biologischer Grundkurs

Was ist Hefe?

Hefe ist ein lebender, einzelliger Organismus, ein winzig kleiner Pilz, welcher  nur unter einem Mikroskop sichtbar ist.  Die bekanntesten Vertreter der Hefen  sind die Saccharomycetaceae, zu denen  unter anderem auch die uns wohl bekannte Bäckerhefe zählt.
Die Form der Hefezelle ist oval bis rund und hat einen Durchmesser von 0,005 – 0,010 mm. Um eine Vorstellung von der Größenordnung zu  bekommen – ca. 10 bis 15 Hefezellen hintereinander aufgereiht entsprechen der Dicke einer Papierseite. Wenn man alle Zellen welche in einem 1 kg Hefeblock sind, hintereinander aufstellen würde, würde man eine 42’000 km lange Kette erhalten – den Umkreis der Erde. Die Zellmembran ist selektiv permeabel, d.h. Wasser und diverse Nährstoffe können in die Zelle gelangen und werden dort umgewandelt. Dabei findet eine Vielzahl von komplizierten biochemischen Prozessen statt. Wichtig ist jedoch immer, dass Zucker vorhanden ist. Durch die Zuckerspaltung wird Energie frei, wodurch unter der Wirkung von Enzymen und dem Vorhandensein diverser Nährstoffe, Bausteine für die neuen Hefezellen hergestellt werden. Die Hefe enthält viele der für die menschliche Ernährung und Gesundheit wichtigen Vitamine, B1, B2, B3,  B5, B6, B12, B17, Biotine und Proteine. Hefe überzeugt auch durch ihre inneren Werte: Gesundheitsplus, Stoffwechsel boost, Muskel & Nerven, Haut, Haare & Nägel.

Wie funktionniert Hefe?

Ohne Zufuhr von Sauerstoff bildet die Hefe aus Zucker CO2 und Alkohol. Diese Art des Stoffwechsels wird als Gärung bezeichnet. Bei der Verwendung als Triebmittel beim Backen ist dieser Stoffwechsel entscheidend. Beim Ruhenlassen des Teiges entsteht durch die Gärung der Hefe CO2, welches ein Gas ist. Da die im Teig vorhandenen Kleberproteine das Kohlenstoffdioxidgas am Entweichen hindern, bilden sich Blasen und der Teig geht auf. Beim Backen verfestigen sich die Teigstrukturen und die  vorhandenen Blasen bleiben als die Poren im Brot bestehen.

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